Was ist Equipment as a Service?

In vielen klassischen Branchen, wie beispielsweise der Bauindustrie oder dem Maschinenbau, werden Geräte und Maschinen oft für einen begrenzten Zeitraum benötigt. In diesen Branchen ist es absolut üblich, Geräte nicht zu kaufen, sondern nach Bedarf zu mieten. Dieses Geschäftsmodell weitet sich in den letzten Jahren zunehmend auch auf andere Bereiche aus und etabliert sich zu einem Modell, das „Equipment as a Service“ (EaaS) genannt wird. Was EaaS ist und wie es klassische Branchen revolutionieren kann, darum geht es in diesem Artikel.

Equipment as a Service (EaaS) ist ein innovatives Geschäftsmodell, bei dem Unternehmen Geräte weder kaufen noch mieten, sondern diese als Service nutzen. Anstatt also teure Investitionen für den Kauf oder die Miete von Ausrüstung unterschiedlicher Art zu tätigen, zahlen Unternehmen eine regelmäßige Gebühr für die Nutzung der benötigten Geräte. Der Dienstleister, in diesem Fall also der EaaS-Anbieter, stellt die Geräte nicht nur bereit, sondern kümmert sich auch um Wartung, Reparatur und Austausch, sofern dies nötig sein sollte.

Beim EaaS-Modell liegt der Fokus also nicht nur auf der Bereitstellung des nötigen Equipments. Die Vermieter verstehen sich vielmehr als Dienstleistungsunternehmen, die für den reibungslosen Betrieb und die Instandhaltung verantwortlich sind. Dies umfasst die Überwachung der Geräte, die Durchführung von Reparaturen und die Gewährleistung ihrer optimalen Leistungsfähigkeit. Dadurch werden Unternehmen von den Belastungen des Gerätebesitzes befreit und können sich besser auf ihr Kerngeschäft konzentrieren.

EaaS scheint ein wachsender Markt mit erheblichem Potenzial zu sein – das ergab unter anderem eine Studie des internationalen Beratungsunternehmens Frost & Sullivan mit dem Titel "Global Industrial Equipment-as-a-Service Market, Forecast to 2025". In der Studie aus 2018 wurde für den globalen EaaS-Markt bis 2025 ein Wert von 80 Milliarden US-Dollar prognostiziert. Ist das berechtigt? Welches Potential liegt wirklich im EaaS-Modell? Diesen Fragen widmen wir uns in diesem Artikel.

Definition von Equipment as a Service

Equipment as a Service ist ein Modell, bei dem Unternehmen Geräte nicht mehr kaufen oder mieten, sondern eine Serviceleistung in Anspruch nehmen. Das bedeutet, dass ein externes Unternehmen die benötigten Geräte bereitstellt und sich um Wartung, Reparatur und Austausch kümmert. Der Kunde zahlt für die Nutzung der Geräte eine monatliche Gebühr, ähnlich wie bei einem Abonnement.

Vorteile von Equipment as a Service

EaaS bietet mehrere Vorteile für Unternehmen: Zum einen ermöglicht es, Kapital zu sparen, da keine großen Vorabinvestitionen für den Kauf von Geräten erforderlich sind. Stattdessen zahlen Unternehmen, die das EaaS-Modell nutzen, eine regelmäßige Gebühr, die oft flexibel an den tatsächlichen Bedarf angepasst werden kann. Zudem entfallen die Kosten für Wartung, Reparatur und Lagerung der Geräte, da diese Verantwortung auf den Dienstleister übergeht.

Darüber hinaus bietet EaaS Unternehmen mehr Flexibilität, da sie bei Bedarf problemlos auf andere Geräte oder Modelle umsteigen können, ohne gebundenes Kapital freisetzen oder Verträge kündigen zu müssen. Es ist eine skalierbare Lösung, die Unternehmen die Möglichkeit gibt, ihre Ausstattung an die sich ändernden Anforderungen anzupassen. Ein großer Pluspunkt in den schnelllebigen Zeiten, in denen wir stecken.

Kurzum: Mit EaaS können Unternehmen sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren. Es vereint die Vorteile moderner Geräte, bietet dabei auch noch Flexibilität und erspart hohe Investitionen.

Hat EaaS auch Nachteile?

Jede Medaille hat zwei Seiten. So hat auch Equipment as a Service einige potenzielle Nachteile, die es zu bedenken gibt, bevor man sich für dieses Modell entscheidet, wie beispielsweise:

  • Langfristige Kosten: Obwohl das EaaS-Modell auf den ersten Blick sehr kostengünstig erscheint, können die langfristigen Kosten hoch sein. Die wiederkehrende Service-Gebühr für das Equipment kann sich im Laufe der Zeit summieren und wird irgendwann möglicherweise teurer sein als der Kauf selbst. Es ist deshalb wichtig, die Kosten sorgfältig zu analysieren und zu vergleichen, um sicherzustellen, dass EaaS wirtschaftlich rentabel ist.
  • Potenzielle Nutzungseinschränkungen: Einige EaaS-Modelle beinhalten Nutzungsbeschränkungen wie beispielsweise eine begrenzte Nutzungsdauer pro Tag oder eine begrenzte Anzahl von Nutzern. Bei der Auswahl des Anbieters und des passenden Modells sollte man also unbedingt auf das Kleingedruckte achten – aber das gilt ja eh immer und überall.
  • Datenschutz- und Sicherheitsbedenken: Bei der Nutzung von EaaS-Diensten kann es erforderlich sein, dass Unternehmensdaten und/oder Informationen an den Anbieter übertragen werden. Dies kann hinsichtlich Datenschutz und Datensicherheit relevant sein. Es ist sicherzustellen, dass angemessene Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden, damit der Schutz sensibler Daten zu jeder Zeit gewährleistet ist.

Was denken Sie? Ist das EaaS-Modell für Sie die richtige Lösung? Um die Frage beantworten zu können, ist es wichtig, die spezifischen Bedürfnisse und Anforderungen Ihres Unternehmens abzuwägen und sorgfältig zu prüfen. Sollten Sie Fragen hierzu haben oder Unterstützung benötigen, wenden Sie sich gerne an unser Experten-Team – wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme!

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